Professionelle Webseiten – was ist wichtig?

Vor einiger Zeit hatte ich die Idee zu einer Blogparade und habe 2 Personen gewinnen können, deren Meinung und Vorgehensweise ich schätze. Das Thema ist die Herangehensweise an professionelle Webseiten und deren Erstellung. Nun ist es soweit und wir können unsere ganz individuellen Meinungen, Techniken, Hintergründe und Tipps in Wort und Schrift veröffentlichen. Jeder ist herzlich eingeladen, Kommentare abzugeben, oder vielleicht seinen eigenen Text zur Professionellen Webseiten Gestaltung in Form eines Blogbeitrages zu veröffentlichen. Wir freuen uns über eine offene Diskussion und sind gespannt auf Kritik und Anregungen bzw. vielleicht anderen Umsetzungskriterien.

Das Angebot ist riesig, an jeder Ecke im Internet gibt es Anbieter für die Erstellung von Webseiten. Preisgünstig, gelegentlich sogar kostenlos, direkt vom Hoster im Baukastensystem. Was jedoch ist wichtig, wenn man eine professionelle Webseite betreiben möchte?

Grundsätzlich möchte ich hier nicht sagen, dass Baukastensysteme von Hostern schlecht sind. Vielmehr soll dieser Artikel erklären, was für wen in welchem Umfang und mit welchem Ziel sinnvoll wäre.

Man nehme ein Handwerksbetrieb. Das Unternehmen/der Unternehmensleiter hat sich entschlossen mit einer Webseite auf das Unternehmen und seine Leistungen aufmerksam zu machen. Kunden sollen akquiriert werden, Bestandskunden gehalten und mit wichtigen Informationen versorgt werden. jetzt kann man natürlich hergehen und sich eine beliebige Domain registrieren, Hostingplatz erwerben und starten. Schnell ist die Seite gemacht, Design hin oder her – da kann man ja ruhig ein bisschen spielen …
Alles ist prima, Texte sind auch schon drauf, hier noch ein bisschen Farbe, da noch ein bisschen wirksamen Hintergrund, und ein paar Auszeichnungen im Text, für Passagen die wichtig sind, am besten leuchtend, damit es auch wirklich ins Auge fällt. Und nun warten, dass ich was tut. Es gibt ja auch zahlreiche kostenlose Branchenverzeichnisse, da kann man die Webseite schnell einstellen. Jetzt wird es bestimmt einen Ansturm neuer Kunden geben.

Oder wie sieht es aus?

Professionelle Webseiten – was ist wirklich wichtig? Wie erfolgreich wird meine eigene Webseite?

Ziele

Zu allererst sollte man sich über seine Ziele klar werden. Was möchte ich mit meiner Webseite erreichen? Wie definiere ich mein Unternehmen, meine Unternehmensphilosophie? Wie definiert sich meine Zielgruppe? Wo finde ich diese? (Ist sie überhaupt im Internet vertreten?)  Z.B.:

  • Neukunden akquirieren
  • Umsatz steigern
  • Bestandskunden halten
  • Informativen bieten/Austausch/Kommunikation mit der Zielgruppe
  • Image festigen
  • bessere Konkurrenzfähigkeit/Abhebung von der Konkurrenz

Stehen die Ziele fest, sollte man sich Gedanken über die Inhalte machen.

Inhalte

Haben Sie sich schon mal Gedanken über die Sprache gemacht, mit der Sie ihre Zielgruppe erreichen wollen? Mit der Sie Ihre Zielgruppe erreichen können? Wie verfassen Sie Ihre Texte?
Was möchten Sie grundsätzlich veröffentlichen? Wollen Sie  „nur“ Ihren Betrieb darstellen, Ihre Leistungen beschreiben, einen kleinen Einblick in die Tätigkeitsfelder geben, Bilder von Mitarbeitern und Werken darstellen? Wie erreicht man Sie? Wie ist der Anfahrtsweg? Ihre Geschäfts- oder Öffnungszeiten? Welcher Mitarbeiter ist wofür zuständig, welche Fachkräfte stehen Ihren Kunden zur Verfügung. Was bieten Sie, was Ihre Konkurrenten nicht bieten können? Wie heben Sie sich ab und wie möchten Sie das an den Mann/die Frau bringen? Einige Inhalte betreffen auch andere Strukturen, wie z.B. Bilder – diese sollten sollten Sie sich auch vor allem auch bezüglich des Designs genauer ansehen.
Wie gut haben Sie sich mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO) auseinander gesetzt? Können Sie diesen sehr wichtigen Teil Ihres Webauftrittes wirklich alleine bewältigen?

Design

Hat Ihr Unternehmen bereits ein Corporate Design? Dann ist es logisch, dass sich das in dem Webauftritt wieder findet. Steht noch kein Corporate Design, sollte man zumindest Rahmenbedingungen schaffen, an die sich Webseite und gedruckte Geschäftsausstattung orientieren. Der sogenannte Rote Faden für den Wiedererkennungswert. Das geht über das Logo hinaus.

Bildsprache: Wie sind Bilder aufgebaut? Welche Emotionen, welchen Botschaften sollen sie übermitteln? Zeigen Sie hier nicht nur den beschäftigten Handwerker, den erfolgreichen Arzt, sondern Emotionen! Stimmung, die sich auf den Betrachter übertragen, auf den potenziellen Kunden. Er weiss, dass sie gut in Ihrem Fach sind. Zeigen Sie, dass Sie motiviert sind, nehmen Sie den Kunden mit. Lassen Sie Bilder leben.
Es gilt: Weniger ist mehr! Es wird nichts wirksamer, wenn man mit bunten Farbmischungen und vielen Blinke-Blinke-Bildern/Animationen aufmerksam machen möchten. Setzen Sie lieber Akzente, die wirklich ins Auge fallen und übertreiben es nicht. Zuviel des Guten ist nicht einladend und könnte eventuell dazu führen, dass der Betrachter überfordert ist und die Seit ganz schnell wieder verlässt.

Typografie: Nicht nur die Wahl der richtigen Schriftart – Lesbarkeit * Gibt es bereits eine Hausschrift? * Ist diese Webkonform? –  ist wichtig. Auch die Verwendung von Auszeichnungen (hervorheben von wichtigen Inhalten/Worten/Überschriften/Textpassagen etc.) und Gliederung des Textes sind von Bedeutung.

Farbgebung: Farbpsychologie ist nicht zu unterschätzen. Wenn Sie schon ein Corporate Design haben, hat man sich im Voraus sicherlich mit der Bedeutung und der Wirkung von Farben beschäftigt. Es reicht nicht aus, seine Lieblingsfarbe zu wählen – es sei denn, sie passt zufällig zur Markenbotschaft. Machen Sie sich tief gehende Gedanken über die Aussage und das Zusammenspiel von Farbgebung und Ihrem Fachgebiet.

Möchten Sie hier auf ein CMS zurück greifen, in welches Sie oder die Agentur, die Sie beauftragen Ihren Webauftritt umzusetzen, letztendlich die Gestaltung umsetzen müssen. Vorteil ist hier, dass man relativ einfach Bilder und Texte selbst bearbeiten kann. Der Front-End-Bereich bietet  – ähnlich wie eine Blogsoftware – relativ einfach die Möglichkeit um Inhalte auf die Webseite zu bringen. Fast wie in einem Textverarbeitungsprogramm können Texte eingegeben, formatiert  und ausgezeichnet  sowie Bilder platziert werden. Hier bietet es sich auch an, dass mehrere Personen die Pflege der Webinhalte übernehmen können.

Technische Voraussetzungen

Je nach Art und Umfang Ihres Webauftrittes ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an den Hoster. Ein Künstler, der eine sehr Bilderlastige Webseite betreibt, benötigt sehr viel Speicherplatz. Ausserdem die Möglichkeit, Slide-Shows oder Light-Boxes zu installieren.
Datenbanken, MySQL, PHP – welche Anforderungen sind an den Hoster gestellt? Wie sieht es mit Traffic aus? Können sie uneingeschränkt Inhalte darbieten (Bilder). Wird Werbung geschaltet? –>Also erscheinen auf Ihrer Webseite Werbefenster oder Links anderer Anbieter? Liegen die über Ihren Inhalten? Stört das ggf. Ihre Besucher?

Über meine beiden Mitstreiter: Wissenswertes und Links.

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Birgit Schultz ist Spezialistin für praktisches und preiswertes Marketing für kleine und mittelständische Unternehmen. Seit 2003 ist sie als freiberufliche Marketing-Beraterin tätig. Im Netz findet man sie geschäftlich auf FacebookTwitterXINGLinkedIn, und ihrem eigenen Weblog, dem Marketing-Logbuch.

Andre Holota ist zertifizierter Social Media Manager IHK und unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen beim Erstellen einer Social Media Strategie. Zu finden ist er unter Facebook, Google+ und Twitter in seinem Blog schreibt er über Social Media, Technik und weiteren Themen.

Über Manuela Potthast 61 Artikel
Mediengestalterin, Social Media Manager, mit kaufmännischer Basis, betreibt neben dem Schreiben auf der Beschäftigungs-Therapie noch 2 weitere Blogs. Ihre Themen sind Gestaltung, Kommunikation, Kunst & Kultur. Aktuell frischt sie mit einer Weiterbildung ihre Kenntnisse in (Social und Online) Marketing, PR, HTML & CSS, Projektmanagement, Kommunikationsmanagement und Präsentationstechniken auf. Ab dem Wintersemester 2017 wird ein Studium im Bereich Kulturwissenschaft angestrebt.

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