Der Klout Wert – wie wichtig ist er wirklich?

Letztens habe ich noch gelesen, dass der Klout Wert ein wichtiges Einstellungs-Kriterium gerade im Bereich Social Media ist. Hört sich erst einmal sinnvoll an. Schaut man aber mal ein bisschen tiefer hinter die Kulissen dieses Zählers wird man vielleicht ein bisschen nachdenklich.

In Klout integriert sind alle Social Media Aktivitäten einer Person. Oder eines Unternehmens. Zuerst muss man die Accounts der verschiedenen Kanäle einbinden. Man hat also die Möglichkeit Facebook, Twitter, Google+, Instragram, FourSquare und LinkedIn dort zu konnektieren.  Eigene Blogs oder zusätzlich auch den beruflichen Social Media Kanal (Facebook Fanpage) hinzufügen geht leider nicht. Eine Integration mit XING ist derzeit auch nicht möglich. Somit sind schon mal nicht alle Aktivitäten dort aufgeführt.

 klout wert

Wie berechnet sich der Klout Wert?

Nun kommt es drauf an, wie hoch die Interaktion ist. Wieviele Likes und Kommentare man für seine Beiträge erhält. Das hängt natürlich vom Publikum ab. Wer bei Facebook eher private Kontakte hat, die nicht wirklich die Zielgruppe für die eigenen (für sich relevanten) Beiträge sind, kommt nicht viel Interaktion zustande. Wer gerne niedliche Tierfotos oder das Mittagessen postet, hat hier eine höhe Chance, aktiv unterstützt zu werden. Will damit sagen: der Klout Wert hinsichtlich dieser Beiträge ist nicht sehr aussagekräftig. Niemand wird wirklich ein Jobangebot auf Grund von Katzen- und Hundefotos erhalten. Oder etwa doch?
Natürlich finden sich bei interessanten Inhalten auch interessierte Leser. In meinem Fall eher bei Google+ und Twitter. Die haben mir zumindest einen relativ beständigen Klout wert um die 49 beschert.
Manchmal muss man es aber einfach auch erst lernen. So hat es keinen Sinn sich bei FourSquare ständig einzuloggen, wenn niemand dieses „herzt“. Also bitte auch selbst einmal geben, dann darf man sich auch über ein rückwirkendes Dankeschön in Form von Interaktion freuen. Und einem höhen Status des Klout Wertes. Das gilt natürlich für jeden Social Media Kanal – ein Geben und Nehmen ist niemals verkehrt und vertieft letztendlich auch die Beziehungen.

Wirklich semi-optimal ist die Tatsache, dass gerade die für einen Social Media Manager relevanten Beiträge nicht komplett verwendet werden (können). Ein für ein Unternehmen tätiger Social Media Manager, der auf unterschiedlichen Kanälen gute Arbeit leistet, kann entweder nur die (eine) Facebook-Fanpage angeben oder seinen privaten Facebook Account – da muss man schon mal abwägen, welcher hier mehr Wichtung haben kann. Beides (oder vielleicht werden ja sogar mehrere FB Fanpages betrieben) würde aber die wirklichen Bemühungen widerspiegeln. Und seine Freunde mit Inhalten aus seinen beruflichen Netzwerken „zu quälen“ ist sicherlich auch nicht Sinn der Sache.

Mein Fazit:

Man sollte schon genau abwägen, welche Kanäle die meisten Interaktionen bringen. Vielleicht hat man die meisten Freunde bei Facebook, die aber rein privat dort sind und sich nicht für die Themen interessieren, die dich beruflich weiterbringen können. Oder du hast einen relativ neuen, bisher noch nicht so öffentlich relevanten Business Account (z.B. bei Google+) der noch nicht soviel Interaktion mit sich bringt. Hier bringt es etwas, wenn man viel Netzwerkarbeit betreibt. Selbst Beiträge anderer Autoren teilt, kommentiert, aktiv ist. Eben ein Geben und Nehmen. Dann klappt’s auch mit dem Klout Wert.
Ob er wirklich so relevant als Einstellungskriterium ist, erschließt sich mir aus genannten Gründen noch nicht ganz.

Über Manuela Potthast 61 Artikel
Mediengestalterin, Social Media Manager, mit kaufmännischer Basis, betreibt neben dem Schreiben auf der Beschäftigungs-Therapie noch 2 weitere Blogs. Ihre Themen sind Gestaltung, Kommunikation, Kunst & Kultur. Aktuell frischt sie mit einer Weiterbildung ihre Kenntnisse in (Social und Online) Marketing, PR, HTML & CSS, Projektmanagement, Kommunikationsmanagement und Präsentationstechniken auf. Ab dem Wintersemester 2017 wird ein Studium im Bereich Kulturwissenschaft angestrebt.

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